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Obscenity Trial -
Daydream
Erschienen:
27.04.2007
Label:
Infacted
Musikstil:
Synth-Pop
Typ:
EP
Rezension von
Nils Bettinger
Nachdem Obscenity Trial letztes Jahr mit "Here and Now" für ein fulminantes Comeback sorgte, legt Mastermind Oliver Wand mit der EP "Daydream" (ab dem 27.04.2007 erhältlich / Infacted) nochmal kräftig nach. Mit 6 neuen Songs, 4 Bonus-Tracks und dem Video zu Daydream fällt dieses Release für das Format einer EP außerordentlich üppig aus. Gesamtspielzeit: knapp 47 Minuten!
Der Opener und zeitgleich das Titelstück "Daydream" ist eine Ansage an die Tanzflächen der elektronischen Clubszene. Der Track ist absolut ausproduziert, besitzt eine ausgefeilte Songstruktur und ist im Sound so dicht, dass man ihn sich so schnell nicht leid hören dürfte.
Tanzlastig geht es über die gesamte EP weiter, wobei hier in vielerlei Hinsicht variiert wird. Stimmlich mal verzerrt, mal glasklar. Denn eines ist sicher: Singen hat er gelernt seit dem Start im Jahr 1993. Wo viele elektronische Bands ihren Schwachpunkt haben und nur auf Studioalben mit viel Hall in der Stimme überzeugen, kann man Oliver Wand attestieren, dass er auch live das Niveau hält. Davon konnte man sich bei der letzten Tour von And One (OT waren Support)eindrucksvoll überzeugen. Auch musikalisch wird jetzt mehr experimentiert, dabei wird aber stets ein massenkompatibler Sound eingehalten. An keiner Stelle wird es "schräg". Die Balance im Sound stimmt einfach durchgängig.
Was bei der EP dann beim Betrachten der Trackliste gleich auffällt ist, dass hier bekannte Namen Remixe beigesteuert haben. Neben "Vorsprung durch Technik" und Spetsnaz sei hier vor allem Steve Naghavi (And One) erwähnt!
Aus meiner Sicht ist es das beste, was Obscenity Trial je auf den Markt geworfen hat! Dieses Release muß sich hinter niemandem verstecken, ist kein Abklatsch von irgendwas, sondern eigenständig, modern, druckvoll und verleiht Obscenity Trial ein ganz eigenes Profil. Liebe Fans der elektronischen Musik - freundet euch damit an, eine weitere Lieblingsband gefunden zu haben, die ihr beim nächsten Einkauf beim Plattendealer eures Vertrauens ungehört einpacken könnt!
klangwald wertung:
10 von 10 Punkten
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