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Flash&Gordon -
Die ersten unserer Art
Erschienen:
2002
Label:
Motor
Musikstil:
Synth-Pop
Typ:
CD
Rezension von
Nils Bettinger
Schaut ihr VivaPlus? Ja, ich weiß... die Ticker nerven, aber immerhin bietet VivaPlus noch etwas mehr Alternative, als MTViva. Da habe ich "Flash&Gordon" mit dem etwas obskuren Song "Frauen in Autos" entdeckt. Und ich wußte es nicht einzusortieren - ich fand den Song aber sehr "interessant".
Also habe ich mal die - übrigens sehr empfehlenswerte - Homepage der beiden besucht und habe mir die dort verfügbaren Soundsamples hereingezogen. Danach war ich so gespannt, was die CD hergibt, daß ich sie mir gleich heute gekauft habe. Die CD kam auch heute (08.04.2002) heraus. Und ich habe gefunden, was ich erwartete: Synth-Pop/Electro-Pop, der etwas introvertierten Art.
Zeitweise sind Flash&Gordon so trivial in ihren Themen und so minimalistisch in der Musik, daß ich mich an Kraftwerk erinnert fühle. Aber halt! Das ist nicht wirklich der Fall. Das ist eigentlich mehr durchgestylter Pop, den man hier bekommt. Eingängige Rhytmen und Melodien - fast schon zu perfekt arrangiert und überprodoziert, aber gut! Der Vergleich zu Kraftwerk ist fast blasphemisch, aber im Video zu "Frauen in Autos" hört man nicht umsonst im Hintergrund "Wir fahr'n fahr'n fahr'n auf der Autobahn".
Die CD ist für den Pop-Fan einfach easy-listening. Und so sollte man die CD auch werten. Aalglatt, fällt textlich aus dem Rahmen des Pop's und vermag ein eingängiger Zeitvertreib zu sein.
Richtig "genial" finde ich den Song "Teleobjektiv", welchen ich zugleich als Anspieltipp für's Reinhören beim CD-Dealer der Wahl empfehle. Und natürlich "Frauen in Autos".
Ein seltsames Werk, das sicherlich nicht jedermans Sache ist, aber reinhören solltet ihr auf alle Fälle mal.
Die trivialen Texte geben übrigens insofern Sinn, als daß man einfach wissen muß, daß "Flash" einfach eine neue musikalische Stadt erschaffen wollte. "Gordon" fügte textlich die Charactere in die Stadt ein. Es ist also eine Beschreibung von Characteren in einer neuen virtuellen Stadt. Und vor diesem Hintergrund sind die Texte nicht nur legitim, sondern sehr interessant und auch hier 1a durchgestyled...
Ich habe hier alle Aspekte gegeneinander aufgewogen und komme auf 7 Punkte. Ich denke, daß das Werk etwas polarisiert und die Zuhörer jeweils wohl auf entweder 8 oder 6 Punkte kämen.
klangwald wertung:
7 von 10 Punkten
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