|
|
Wave in Head -
Time to speak
Erschienen:
2001
Label:
A different Drum
Musikstil:
Synth-Pop
Typ:
CD
Rezension von
Nils Bettinger
Michael Pohl ist mit seinem Projekt 'Wave in Head' nun endlich - verdient - bei einem Label untergekommen... A Different Drum nehmen sich nun seiner an. Und beim ersten Label-Release "Time to speak" zeigt Wave in Head auch, wie man für sich Synth-Pop definiert. Nämlich: Seicht, eingängig, nach Möglichkeit tanzbar und unaufdringlich-durchdacht und im Idealfalle auch noch gut produziert.
All diese Kriterien erfüllt Michael Pohl mit diesem Werk. Auf gut 54 Minuten und 13 Songs wird das Synth-Pop-Herz total vereinnahmt und melanchlolisch in den Arm genommen. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Synth-Pop-Acts schafft es Wave in Head auch positive Messages verbal wohlformuliert und durch die Musik unterstrichen näher zu bringen, ohne kitschig zu wirken. "Zeit zu Leben" und "Wie Schnee" sind hier gute Beispiele.
Michael Pohl hat sich mit diesem Release selbst eine kleine Krone im Bereich des Synth-Pops aufgesetzt, die es jetzt nur noch zu würdigen gilt. Alleine der Beginn von "I began to hope" zeigt, daß Michael Pohl im Bereich der Rhytmik alle Register ziehen kann. Wunderbar filigran sind die Stücke arrangiert - und werden trotz eingängiger Melodik nicht eintönig. Man ist auch nach langem, langem Hören der Songs nicht müde, sie ein weiteres Mal zu hören.
Und das obwohl die verbale Komponente grudsätzlich eintönig erscheint. In den meisten Songs wiederholen sich die textlichen Ergüsse immer und immer wieder. Alleine beim Song 'No one to forget' singt er eben diese Worte 18 mal auf 4:22 Minuten. Und dennoch passt es einfach. Und man hört es sich dennoch nicht leid.
Fantastisch! So muß Synth-Pop sein. Stimmlich hat sich Michael Pohl voll profiliert und ist zu jedem Zeitpunkt im Einklang mit seiner Musik. Der fehlende Pumkt erklärt sich in der fehlenden textlichen Tiefe. Denn es fällt schon auf, daß bei fast jedem Song nur ein paar Zeilen vorhanden sind, die immer wiederholt werden. Auch wenn dies beim 'normalen Durchhören' nicht wirklich ins Gewicht fällt, wünscht man sich bei näherer Betrachtung schon etwas "mehr"...
Also: Zum nächsten CD-Dealer Deines Vertrauens und reingehört - oder direkt auf die offizielle Seite: www.waveinhead.de
Die Texte sind übrigens im Booklet abgedruckt!
klangwald wertung:
9 von 10 Punkten
Bandinfos in unserer Datenbank:
Wave in Head
|