|
|
Merge -
Lost Heroes
Erschienen:
2001
Label:
Bloodline
Musikstil:
Dark-Pop
Typ:
CD
Rezension von
Detlef Kuncl
Merge, eine Band aus Ostwestfalen (laut eigener Aussage aus dem Großraum Bielefeld), veröffentlichte am 24. April diesen Jahres ihren ersten Longplayer mit dem Titel "Lost heroes".
Ihre Debüt-Maxi "Lost in eternity" war zuvor schon auf den Samplern "Clubline Vol. 1" und "New forms of synthetic pop V. 2.0" vertreten.
Das Album besticht musikalisch und gesanglich durch klare Linien. Dabei ist es fast unmöglich, den Musikstil der beiden Masterminds Andi Friebe und Thomas Kabisch an bestehenden Definitionen festzumachen. Merge selbst definieren ihn als Dark Pop, das trifft es wohl auch am Besten, weil Gittarren auf Electro-/Synthpop treffen, eine Mischung, an die man sich direkt gewöhnt.
11 Titel verleiten 57 Minuten lang zum Schwärmen. Ob man bei ruhigen Titeln wie "Believe the unbelievable", "Ocean rain", "Lost heroes", "Black to white" oder "Kill me" melancholischen Klängen lauscht, bei "Heaven is a tragedy", "Twice", "Lost in eternity" oder "Autumn leaf" eher die Abteilung Synthpop findet (der Vergleich zu Bands wie De/Vision und Camouflage sei mir hier gestattet) oder sich bei "Silver rainbow" und "Isolated" in die 80er zurückversetzt fühlt (OMD bzw. The Mission könnten Pate dieser Titel gewesen sein). Jeder dieser Tracks ist einzigartig und ausgereift, ohne dabei durch übermäßige Perfektion steril zu wirken.
Fazit: Merge liefert mit ihrem Debüt-Album ein beachtliches Werk, anstehende Interviews mit namhaften Magazinen wie "Orkus" und "Zillo" bestätigen dies.
"Lost heroes" wird auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig und ist mit Ohrwürmern gespickt. Meine Favoriten sind hierbei "Heaven is a tragedy", "Twice", "Lost in eternity" und "Silver rainbow".
Mehr zu Merge: www.m-e-r-g-e.de
klangwald wertung:
9 von 10 Punkten
|