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Red light melancholy

The Convent - Red light melancholy
Erschienen: 2001
Label: silverbird
Musikstil: Gitarrenrock
Typ: CD


Rezension von Nils Bettinger

The Convent haben ca. 5 Jahre seit ihrem letzten Album gebraucht, um wieder neues Material auf den Markt zu werfen. leider kenne ich das alte Material der seit 1985 bestehenden Band nicht. Somit mag mir der Fan verzeihen, daß ich das aktuelle Release ganz wertfrei einzeln betrachte. Ist ja manchmal auch nicht das Schlechteste... ;-)

Fulminant starten 'The Convent' auf ihrem Album 'Red light Melancholy' mit dem Track 'silverbird', den man fast bei den Doors ansiedeln kann. Dies mache ich an einem klassischem Orgel- und Gitarrensound, sowie einem tanzbarem Rhytmus fest: Die Orgelsounds erscheinen dann auch später auf dem Release noch einmal wieder. Es ist fast wie ein Zeitsprung, ohne krampfhaftem Versuch, neuzeitlich wirken zu wollen. Auch stimmlich und bei den Drums bieten sich einem hier 'just the good old times'. Herrlich!

Danach geht es weit beschaulicher zu. Die Melancholie, die ja auch im Titel steckt fasst mehr und mehr Fuß. Auch synthetischere Einflüsse drängen sich bei den kommenden Tracks stilistisch in den Vordergrund.

Alles in allem ein Album, das viele Gitarrensounds aufbietet, die mal mehr, mal weniger in den Vordergrund geschoben werden. Das ganze gemixt mit einer variablen Stimme, die stilistisch immer zu 100% passend eingeordnet ist und vielen Rhytmen, die überwiegend rockig veranlagt sind.

Textlich steht die Melancholie klar im Vordergrund und wird voll ausgelebt. Die Texte sind im Booklet enthalten.

Ein nettes Album, das überwiegend überzeugt, aber in sich doch zu ungeordnet wirkt, um auf ganzer Linie zu bestehen. So ist es schwer zu vermitteln, daß während der Gesamtspieldauer vom Doors-Sound bis zum Gothic-Rock-Sound alles geboten wird. Sicher, jeder Track in sich ist schlüssig, aber die Gesamtmischung erfordert schon die Bereitschaft des Hörers, hier unterscheiden zu können.

Man wird hier gefühlsmässig ziemlich in die Mangel genommen - und darauf sollte man vorbereitet sein.



klangwald wertung: 6 von 10 Punkten

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