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Subway to Sally -
herzblut
Erschienen:
2001
Label:
Universal/Island
Musikstil:
Gothic-Rock/Divers
Typ:
CD
Rezension von
Nils Bettinger
Gänzlich ohne Kommentar erreichte uns dieser Tonträger in dieser Woche. Man dachte wohl, über 'Subway to Sally' braucht man gar nichts mehr zu schreiben - die kennt seit 1994 jede Redaktion. Doch dem ist nicht so.
Mir zum Beispiel waren 'Subway to Sally' nur von Samplern bekannt. Auch ich kaufe nicht alle Longplayer der Gruppen, die ich auf einem Sampler gut finde.
So wird der Fan der Gruppe mich jetzt schon steinigen wollen. Damit kann ich aber leben. Vergleiche mit älteren Alben der Berliner Gruppe kann ich hier nicht anstellen und gehe somit ganz wertfrei an das Release, das am 02.04.2001 erhältlich sein wird. Auf der Website von 'Subway to Sally' (subwaytosally.de) konnte ich immerhin erlesen, daß es das 7. Album der Gruppe ist.
Sie selbst beschreiben ihren Musikstil als eine Mischung aus 'modernem Metal, bodenständigem Rock, europäischer (meist irisch-englischer) Folkmusik und Mittelaltermelodien'. Das trifft es wohl - ist aber auch ein weites Feld.
Beim ersten Hören irritierte mich bereits die Stimme. Ich fand das Album von der Produktion recht blass. Nach mehrmaligem Hören relativierte sich der Eindruck. Es ist schlicht ungewohnt, daß einmal nicht versucht wird, den Gesang möglichst düster herüberzubringen. Dies hat allerdings seinen Preis darin, daß es recht anstrengend ist, der Stimme über die gesamte Distanz von knapp 50 Minuten (11 Songs) zu folgen.
Musikalisch ist dieses Album aber mehr als interessant - wo treffen schon harte E-Gitarren mit epischen Streicherszenen und mittelalterlichem Gesang zusammen? Durchaus ein Unikum - und kein Rammstein-Abklatsch. Innovativ seit Jahren, offenbar.
Textlich begibt man sich hier gar nicht erst auf's Glatteis - es sind rein deutsche Texte, die lyrischen Anspruch haben und wohlformuliert sind. Es bleibt Raum für Eigeninterpretationen und sie sind in keiner Phase aufdringlich. Die Themen der einzelnen Songs sind weit gestreut und bedienen auch den morbiden Geschmack.
Summa sumarum ein gelungenes Werk, in das man sich aber einhören muß. Die Stimme und die musikalische Mischung erfordert vom Zuhörer durchaus die Bereitschaft, sich zum Durchhören des Longplayers Zeit zu nehmen und die Kopfhörer aufzusetzen. Das Konzept in sich ist aber glaubwürdig schlüssig.
klangwald wertung:
8 von 10 Punkten
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